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2.2 Menschliche Krankheitserreger, die Pflanzen infizieren können
Unsere menschlich zentrierte Sicht von Krankheit führt oft zu der gängigen Annahme, dass humanpathogenen Bakterien auf menschliche Wirte beschränkt sind. Arten von Salmonellen, Serratia, Enterobacter und Enterococcus werden häufig als problematische menschliche Krankheitserreger in Betracht gezogen, die oft in der nosokomialen Umgebung von Kliniken auftreten und die zu Lebensmittelvergiftungen, allgemeinen Infektionen und Sepsis führen können. Aber auch andere Bakterienarten, die Haut-, Wund- und Harnwegsinfektionen auslösen (zum Beispiel Bacillus cereus und Proteus vulgaris), lassen sich in der Rhizosphäre finden.
Relativ neuer Studien belegen jedoch, dass diese humanpathogenen Bakterienarten auch an der Kolonisierung und an Krankheiten in einer Vielzahl von Wirtspflanzen beteiligt sind. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass humanpathogenen Bakterien im Wurzelgewebe an der Seitenwurzel entstehen können. Bemerkenswerterweise wurden viele Untersuchungen wurden unter Laborbedingungen nachgewiesen, dass diese bakteriellen Spezies auch für phytopathogene Ereignisse ein Potential bereitstellen. Pflanzenkrankheiten, die durch viele dieser menschlichen Krankheitserreger in der Umwelt verursacht werden, sind freilich noch unbekannt.
Das Auftreten von humanen krankheitserregenden Bakterien in der Rhizosphäre wird mehreren Faktoren zugeschrieben, einschließlich einem hohen Nährstoffgehalt, dem Schutz vor UV-Strahlung (UV) und der Verfügbarkeit von Wasserfilmen zur Dispersion und zur Verhinderung von Austrocknung. Andere Forscher haben argumentiert, dass die reichlich vorhandenen und sehr vielfältigen indigenen mikrobiellen Gemeinschaften eine starke Barriere gegen die Invasion von menschlichen Krankheitserregern bilden. Beispielsweise wird das Wachstum von S. enterica und E. coli O157: H7 auf den Wurzeln von Arabidopsis thaliana stark durch einen mit der Pflanze assoziierten Stamm von Enterobacter asburiae gehemmt. Dennoch können viele humanpathogene Bakterien, die Nährstoffe produzieren, sich für verschiedene antimikrobielle Metaboliten als sehr wettbewerbsfähig zeirgen, so dass sie in der Gegenwart der indigenen mikrobiellen Gemeinschaften Pflanzenoberflächen zu besiedeln und sich dort zu vermehren vermögen. Interessanterweise zeigen die daran beteiligten Mechanismen innerhalb der Rhizosphäre eine antimikrobielle Aktivität gegenüber menschlichen pathogenen Bakterien und scheinen diesen an Virulenz in menschlichen Geweben ähnlich zu sein.
Als nächstes werden wir die Biologie und Pathogenese von einigen der häufigsten Erreger von Infektionen, die mit dem Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln assoziiert werden, diskutieren.
